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Geschichte

Bis auf wenige Notizenbücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert durch die amtierenden Lehrer liegen bisher keine weiteren schriftlichen Quellen vor, mit deren Hilfe sich eine lückenlose Schulgeschichte erstellen ließe.
Ferner kamen durch die Einquartierung amerikanischer Soldaten in Pfarr- und Schulhäusern Ende des Zweiten Weltkrieges viele Dokumente abhanden oder waren bereits zuvor in den Kriegswirren verlorengegangen, so dass man häufig auf die Aussagen von Zeitzeugen angewiesen ist.

Frühe Lehrkräfte in Ebermannstadt

1513: Eberhard Behaim, Stadtschreiber und Schulmeister in Ebermannstadt
1735: Lehrer Röschlaub (1735 – 1738)

1758: Lehrer Melchior Franziskus Freytag (1758 – 1774), erlangte Berühmtheit durch die Verfassung einer Liederhandschrift (1750), er verstarb am 07.12. 1781 im 61. Lebensjahr als „Rector Chori et Scholae“

Freytag Brunnen in EBS

1854 Adam Rames (1854 -1890) Lehrer an der „unteren Schule“ (Klassen 1,2,3) und damit Besetzung der zweiten Schulstelle, zuvor sog. „Winterlehrer“ in Wohlmuthshüll, bis zu seiner Pensionierung zugleich auch „Ausbildungslehrer“ für werdende Lehrer an der Präparandenschule

1857 Eröffnung und Besetzung der dritten Schulstelle (Dreiklassigkeit bestand bis1946) mit einem Schulgehilfen

Schulhäuser

v. 1800 Erster Schulunterricht in einem Pfarrhausanbau, sog. Mesnerhaus
1803/04 Abriss des Mesnerhauses und Neubau eines Schulgebäudes
1840 Anbau von „16 Schuh“ zur Erweiterung des Schulzimmers auf folgende Maße: 8 m lang, 5,4 m breit, 3 m hoch; 7 Fenster, davon 3 gegen Morgen, 2 gegen Mittag, 2 gegen Mitternacht. Jedes Fenster hatte eine Fläche von 1qm.
1856 Anbau bereits wieder baufällig, Herauslösung und Neubau der hinteren Mauer
1914/15 Bau eines neuen Schulhauses mit zwei Schulsälen und zwei Lehrerdienstwohnungen (heutiges Rathaus an der Wiesent), Geburtsstunde der sog. „Knabenschule“ Ansicht EBS Rathaus 2013
1939/45 Einstellung des Unterrichts an der Volksschule Ebermannstadt / Knabenschule (2 Klassen) und Mädchenschule(1 Klasse)
1945 Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebes
4.9.1954 - Einweihung der umgebauten Knabenschule mit nunmehr vier Schulsälen, 2 Nebenräumen im Dachgeschoss, 1 Werkraum im Keller, 1 Lehrer-, 1 Schulleiter- und 1 Lehrmittelzimmer. - Übernahme der alten Polizeischule am Hasenberg durch die neue Mittelschule - Übernahme der alten Mädchenschule durch die landwirtschaftliche Berufsschule
1960 Umzug der landwirtschaftlichen Berufsschule in Neubau an der Altweiherstraße
1961-63 erneute Verlegung von Volksschulklassen in die Mädchenschule, Abhaltung des Kochunterrichts in der neuen landwirtschaftlichen Berufsschule
1964/65 Beginn der Bauarbeiten für einen Schulhausneubau, Fertigstellung und provisorische Inbetriebnahme des Haupttraktes (8 Klassenzimmer) im September 1965
1966/67 Fertigstellung und Bezug des ersten Erweiterungsbaus (Grundschulbau / 4 Klassenzimmer)
1968/69 Turnhalle und wenig später auch das Lehrschwimmbecken stehen der Schule und auch der Öffentlichkeit zur Verfügung
1971/72 Beginn der Bauarbeiten für einen Erweiterungsbau im Mai 1971, Fertigstellung und provisorische Nutzung des B-Traktes im September 1972
1972 Abriss des alten Schulhauses von 1840 links der Pfarrkirche. An seiner Stelle entstand ein Neubau der Volksbank.
1973/74 Fertigstellung der Trakte A und C sowie des gesamten Schulkomplexes einschließlich der Außenanlagen bis Juli 1974. Die Volksschule-vor dem Bezug 1974

„Die Fertigstellung des Schulgebäudes für die Verbandsschule Ebermannstadt ist für den Schulverband und speziell für die Stadt Ebermannstadt eine ganz bedeutende Leistung … Damit hat diese Generation zum Ausdruck gebracht, dass sie bereit ist, für die Ausbildung ihrer Jugend die besten Voraussetzungen zu schaffen; … Aus dem einst so verträumten Städtchen an der Wiesent ist in der Tat eine Schulstadt geworden.“
(Zitat aus: Ebermannstadt – Ein Heimatbuch, S. 196, Ebermannstadt 1973)

Die Volksschule von 1974